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Zensur und Überwachung im Iran

Zensur im Iran – Wenn das Internet zur Grenze wird

Eine Nachricht an die Familie schicken, nachsehen, was in der eigenen Stadt passiert, ein Video auf YouTube ansehen oder mit Freund*innen im Ausland sprechen: Was für die meisten Menschen selbstverständlich zum Alltag gehört, kann im Iran an einer unsichtbaren Grenze enden.

Die Islamische Republik betreibt eines der umfassendsten Systeme zur Kontrolle des Internets weltweit. Internationale soziale Netzwerke, Messenger, Nachrichtenseiten und andere Angebote werden blockiert oder gefiltert. Umgehungswerkzeuge werden gestört, der Zugang zum internationalen Internet kann gezielt eingeschränkt und in politischen Krisen nahezu vollständig abgeschaltet werden.

Für Millionen Menschen gehört es deshalb zum Alltag, zunächst einen funktionierenden Weg durch die Zensur finden zu müssen, womit hohe Kosten und das Risiko der Strafverfolgung verbunden sind. Hinter der technischen Frage, welcher VPN oder Proxy gerade funktioniert, stehen sehr konkrete Bedürfnisse: mit Angehörigen sprechen, unabhängige Nachrichten lesen, arbeiten, studieren, oder Bilder und Berichte aus Iran mit der Außenwelt teilen.

Ein Internet mit staatlich gesetzten Grenzen

Die iranische Internetzensur besteht nicht aus einer einzigen Sperre. Webseiten werden gefiltert, Apps blockiert, bestimmte Verbindungen gezielt gestört. Welche Dienste erreichbar sind, kann sich zwischen Internetanbietern und Regionen unterscheiden und jederzeit ändern.

Facebook, X und YouTube gehören seit Jahren zu den blockierten Plattformen. Telegram wurde 2018 gesperrt, Signal ebenfalls blockiert. Instagram und WhatsApp waren lange zwei der wenigen großen internationalen Plattformen, die noch frei zugänglich waren. Nach dem Tod von Jina Mahsa Amini und dem Beginn der Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ wurden im September 2022 auch sie gesperrt.

Die WhatsApp-Sperre wurde im Dezember 2024 aufgehoben. Während des Krieges mit Israel im Juni 2025 wurde der Dienst jedoch auf mehreren iranischen Netzen erneut blockiert, wie Messungen des Open Observatory of Network Interference (OONI) zeigen. Hinzu kommen ausländische Nachrichtenseiten, oppositionelle Medien, Menschenrechtsangebote und zahlreiche weitere Webseiten.

Eine App, die heute funktioniert, kann während der nächsten politischen Krise wieder blockiert werden. Kommunikation und Zugang zu Informationen hängen damit ständig davon ab, welche digitalen Grenzen die Behörden gerade setzen.

Wenn ein Land vom Internet verschwindet

Die drastischste Form dieser Kontrolle ist der Internet-Shutdown. Dabei werden nicht mehr einzelne Plattformen blockiert, sondern große Teile des Landes vom globalen Internet getrennt.

Am 8. Januar 2026 geschah genau das. Während landesweiter Proteste brach der Internetverkehr aus Iran nahezu vollständig zusammen. Der Web-Sicherheits-Dienstleister Cloudflare registrierte über fast zwei Wochen einen Datenverkehr nahe null. Erst ab Ende Januar wurde die Verbindung schrittweise wiederhergestellt.

Wer Angehörige in einer anderen Stadt hat und weiß, dass dort demonstriert wird, kann plötzlich nicht mehr erfahren, ob sie sicher sind. Nachrichten bleiben unbeantwortet, Messenger funktionieren nicht, unabhängige Informationen sind kaum erreichbar. Millionen Iraner*innen im Ausland verlieren gleichzeitig den Kontakt zu Eltern, Geschwistern und Freund*innen.

Auch Arbeit und Bildung sind betroffen. Studierende verlieren den Zugang zu internationalen Quellen, Unternehmen zu digitalen Diensten und kleine Händler*innen zu ihren Kund*innen. Internetzensur greift damit unmittelbar in den Alltag ein.

Wenn niemand mehr sehen soll, was geschieht

Besonders schwer wiegt die Wirkung von Shutdowns während Protesten. Das Internet bringt nicht nur Informationen nach Iran hinein. Es ermöglicht auch, dass Informationen aus dem Land die Außenwelt erreichen.

Seit den Protesten von 2022 spielen Smartphone-Aufnahmen eine entscheidende Rolle bei der Dokumentation von Demonstrationen, Festnahmen und staatlicher Gewalt. Videos und Augenzeugenberichte erreichen iranische Exilmedien, Menschenrechtsorganisationen und internationale Redaktionen.

Wenn die Verbindung zur Außenwelt gekappt wird, stirbt die Wahrheit im Verborgenen. Der digitale Blackout im Januar 2026 war ein gezielter Angriff auf die Bevölkerung: Er lähmte jegliche Absprachen unter den Demonstrierenden und schnitt sie von lebenswichtiger Koordination ab. Human Rights Watch und Amnesty International dokumentierten unumstößlich: Diese erzwungene Isolation diente einzig und allein dazu, ein blutiges Massaker an der eigenen Bevölkerung zu vertuschen und jede Berichterstattung über die staatlichen Gräueltaten radikal zu sabotieren.

Ein Internet-Shutdown schränkt damit nicht nur ein, welche Informationen Menschen in Iran erhalten. Er erschwert zugleich, dass sie selbst Zeugnis darüber ablegen können, was im Land geschieht.

Das iranische Internet als digitale Insel

Dass die Islamische Republik den Zugang zum internationalen Internet massiv einschränken kann, ohne sämtliche digitalen Dienste im Land abzuschalten, ist das Ergebnis einer langfristigen Strategie.

Seit Jahren wird das sogenannte National Information Network (NIN) ausgebaut. Über diese nationale Infrastruktur können iranische Dienste grundsätzlich weiter erreichbar bleiben, während der Zugang zum globalen Internet eingeschränkt wird. Behördenangebote, Banken oder iranische Plattformen können zumindest teilweise funktionieren, obwohl internationale Angebote nicht erreichbar sind.

Damit verändert sich die Logik der Zensur. Statt lediglich unerwünschte Webseiten aus einem grundsätzlich offenen Internet herauszufiltern, kann der Staat zunehmend kontrollieren, wer überhaupt Zugang zum internationalen Internet erhält.

Während der langen Abschaltung 2026 wurde diese Entwicklung besonders deutlich. Bestimmte institutionell privilegierte Gruppen verfügten weiterhin über Zugangsmöglichkeiten, während große Teile der Bevölkerung vom offenen Internet abgeschnitten blieben.

Zugang zum freien Internet wird zum Luxus

Für viele Menschen sind VPNs, Proxys und andere Umgehungswerkzeuge der wichtigste Weg durch die staatlichen Filter. Die rechtliche Situation ist komplizierter als ein generelles VPN-Verbot. Seit 2024 ist die Nutzung nicht genehmigter VPNs offiziell untersagt. Iranische Rechtsexpert*innen weisen jedoch darauf hin, dass dadurch für sich genommen kein eigener Straftatbestand mit einer gesetzlich bestimmten Strafe geschaffen wurde.

Gleichzeitig versuchen die Behörden, solche Verbindungen technisch zu erkennen und zu stören. Für Nutzer*innen entsteht dadurch ein permanentes Wettrennen: Ein Zugang, der heute funktioniert, kann morgen bereits blockiert sein.

Während der langen Abschaltung 2026 kam eine weitere Hürde hinzu: der Preis. Die Internet Society dokumentiert, dass der Zugang zum offenen Internet zu einem knappen Schwarzmarktgut wurde. Vor der Eskalation kosteten entsprechende Zugänge ungefähr 100.000 iranische Rial pro Gigabyte. Während des Shutdowns wurden spezielle Verbindungskonfigurationen für vier bis sieben Millionen Rial pro Gigabyte angeboten – bis zum 40- bis 50-Fachen des vorherigen Preises.

Zensur schafft damit auch soziale Ungleichheit. Wer über Geld, Kontakte oder einen privilegierten Zugang verfügt, findet eher einen Weg ins internationale Internet. Für andere wird die Verbindung zur Außenwelt zum Luxusgut.

Wer die Sperren umgeht, geht ein Risiko ein

Neben technischen und finanziellen Hürden ist auch das persönliche Risiko erheblich gestiegen. Besonders problematisch ist, dass die Islamische Republik den rechtlichen Rahmen für den Austausch von Informationen mit der Außenwelt immer weiter ausdehnt.

Seit 2025 gilt das „Gesetz zur Verschärfung der Strafen für Spionage und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime und feindlichen Staaten“. Es erfasst nicht nur klassische Spionage, sondern verwendet weit gefasste Begriffe für die Zusammenarbeit mit ausländischen oder als „feindlich“ eingestuften Akteur*innen. Auch politische, kulturelle und mediale Aktivitäten sowie die Weitergabe bestimmter Bilder und Informationen können darunter fallen. Für besonders schwer eingestufte Fälle reichen die vorgesehenen Strafen bis zur Todesstrafe.

Wie schnell journalistische Arbeit unter diesen Rechtsrahmen fallen kann, zeigt der Fall der iranischen Fotojournalistin Yalda Moaiery. Im August 2026 wurde sie zu 15 Jahren Haft verurteilt. Zu den Vorwürfen gehörte, Bilder von Schäden nach Luftangriffen an CNN weitergegeben und ausländischen Medien Interviews gegeben zu haben.

Free Yalda Moaiery Bildquelle: Gianluca Costantini via Instagram. Bild zugeschnitten.

Gleichzeitig soll der rechtliche Spielraum noch weiter ausgedehnt werden. Im August 2026 billigte das iranische Parlament die Grundzüge eines neuen Gesetzes gegen sogenannte „ausländische Einflussnahme“. Der Entwurf befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren, könnte aber Kontakte zu ausländischen Medien, Organisationen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen erheblich einschränken oder von staatlicher Genehmigung abhängig machen.

Gerade die Einbeziehung der Wissenschaft zeigt, wie weit der Begriff der „Einflussnahme“ gefasst ist. Wissenschaftler*innen müssen sich dadurch fragen, ob gewöhnlicher Austausch mit ausländischen Kolleg*innen, gemeinsame Forschung, Workshops oder die Weitergabe von Ergebnissen künftig strafrechtliche Konsequenzen haben könnten.

Für Internetnutzer*innen entsteht ein kaum kalkulierbarer Graubereich. Ein kritisches Bild auf Instagram, ein Video einer Demonstration oder eine Aufnahme staatlicher Gewalt kann innerhalb von Sekunden Menschen und Medien außerhalb Irans erreichen. Was für die Nutzer*innen lediglich ein Post ist, können Behörden als Weitergabe von Informationen oder Zusammenarbeit mit einem ausländischen beziehungsweise „feindlichen“ Akteur interpretieren.

Noch drastischer ist die Situation bei Satelliteninternet. Dienste wie Starlink können gerade während vollständiger Shutdowns eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten bieten, eine Verbindung zum globalen Internet herzustellen.

Starlink Symbolbild Symbolbild, mit KI erstellt.

Das Gesetz von 2025 stellt bereits Nutzung, Besitz, Kauf, Verkauf oder Import nicht genehmigter Satelliten-Internetgeräte wie Starlink unter Strafe. Für die persönliche Nutzung sind Haft und Beschlagnahme vorgesehen; Bereitstellung, Installation und Vertrieb werden härter bestraft. Werden solche Handlungen als gegen das politische System gerichtete Zusammenarbeit oder Spionage bewertet und die betreffende Person als „feindliche Kraft“ eingestuft, sieht das Gesetz die Todesstrafe vor. Es verweist darüber hinaus auf die schweren Straftatbestände efsad fel-arz („Verderben auf Erden“) und moharebeh („Feindschaft gegen Gott“).

Menschen müssen deshalb nicht nur überlegen, ob sie technisch eine Verbindung herstellen können, sondern auch, welche rechtliche Bedeutung der Staat dieser Verbindung oder den darüber verbreiteten Informationen nachträglich geben könnte.

2026: Monate der digitalen Isolation

Nur wenige Wochen nach dem Januar-Blackout folgte die nächste massive Abschaltung. Am 28. Februar 2026 brach der Internetverkehr im Zuge des Massakers an friedlich Demonstrirenden erneut auf weniger als ein Prozent des vorherigen Niveaus ein.

Dieses Mal dauerte die weitgehende Abschottung fast drei Monate. Erst am 26. Mai begann eine deutliche Wiederherstellung der Verbindung. Netzwerk-Analyse-Plattformen wie NetBlocks beziffern die Dauer der weitgehenden Abschaltung auf 88 Tage.

Free Yalda Moaiery Bildquelle: NetBlocks via Mastodon. Bild zugeschnitten.

Internet-Shutdowns waren in Iran bereits zuvor ein Instrument staatlicher Kontrolle. Die Abschaltungen 2026 zeigen jedoch eine neue Dimension: Eine weitgehende digitale Isolation des Landes kann inzwischen über Wochen und Monate aufrechterhalten werden.

Was wir konkret tun

Freies Internet statt digitaler Isolation

Wenn ein Regime versucht, Menschen vom freien Internet abzuschneiden, wollen wir nicht nur darüber berichten – wir schaffen konkrete Zugänge.

Gemeinsam mit dem Digital Resilience Network betreibt Azadi Berlin e.V. Server, die das Psiphon-Netzwerk mit zusätzlicher Kapazität erweitern. So können Menschen im Iran über die bereits verbreitete Psiphon-App staatliche Internetsperren umgehen – ohne Kontakt zu uns und ohne besondere technische Kenntnisse.

Dabei geht es um mehr als den Zugang zu Webseiten. Informationen müssen Grenzen in beide Richtungen überwinden können: Menschen in Iran brauchen Zugang zu unabhängigen Nachrichten und freier Kommunikation. Und die Welt muss erfahren können, was in Iran geschieht – durch Berichte, Bilder und Nachrichten, die das Land verlassen.

Unsere Server stehen in Europa und werden ehrenamtlich eingerichtet und betrieben. 100 % der Spenden fließen in Server und technische Infrastruktur.

➻ Hier siehst du, wie unser Servernetzwerk aktuell genutzt wird.

Warum freier Zugang zu Informationen ein Menschenrecht ist

1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Ihr Artikel 19 schützt nicht nur das Recht, eine eigene Meinung zu haben und zu äußern. Er nennt ausdrücklich auch die Freiheit, Informationen und Ideen zu suchen, zu empfangen und weiterzugeben – über Medien und Staatsgrenzen hinweg.

Warum dieser Zusatz so wichtig ist, wird am Beispiel Iran besonders sichtbar. Meinungsfreiheit bedeutet wenig, wenn ein Staat gleichzeitig kontrollieren kann, welche Informationen Menschen erreichen. Und die Freiheit, über staatliche Gewalt zu berichten, verliert ihren Wert, wenn verhindert werden kann, dass diese Berichte andere Menschen erreichen.

Die Vereinten Nationen bezeichnen Meinungs- und Informationsfreiheit deshalb als grundlegende Voraussetzung einer freien Gesellschaft. Sie ermöglichen öffentliche Kontrolle, Transparenz und die Verwirklichung weiterer Menschenrechte.

Internetfreiheit ist damit keine Frage digitaler Bequemlichkeit. Es geht darum, mit anderen Menschen kommunizieren, Informationen erhalten und selbst Informationen weitergeben zu können. Es geht darum, eine eigene Meinung auf Grundlage unterschiedlicher Quellen bilden zu können – und darum, staatliches Handeln sichtbar zu machen.

Dass Artikel 19 ausdrücklich das Recht schützt, Informationen unabhängig von Grenzen zu suchen, zu empfangen und weiterzugeben, hat einen Grund. Im Iran kann man heute sehr konkret sehen, warum.

Quellen

https://freedomhouse.org/country/iran/freedom-net/2025
Freedom on the Net: Iran
Freedom House

https://www.hrw.org/world-report/2026/country-chapters/iran
World Report 2026: Iran
Human Rights Watch

https://explorer.ooni.org/findings/2025-iran-blocked-whatsapp-amid-war-with-israel
Iran blocked WhatsApp amid war with Israel
Open Observatory of Network Interference (OONI)

https://blog.cloudflare.com/q1-2026-internet-disruption-summary/
Shutdowns, power outages, and conflict: a review of Q1 2026 Internet disruptions
Cloudflare

https://www.hrw.org/news/2026/01/12/irans-internet-blackout-concealing-atrocities
Iran’s Internet Blackout Concealing Atrocities
Human Rights Watch

https://www.amnesty.org/en/latest/campaigns/2026/01/what-happened-at-the-protests-in-iran/
What happened at the protests in Iran?
Amnesty International

https://filter.watch/english/
Analysen zum National Information Network und zur Internetfilterung in Iran
Filterwatch

https://pulse.internetsociety.org/en/blog/2026/06/how-war-restructured-irans-internet-into-a-tiered-and-monetized-system/
How War Restructured Iran’s Internet Into a Tiered and Monetized System
Internet Society Pulse

https://filter.watch/english/2024/03/04/the-use-of-vpns-is-prohibited-but-not-criminalized/
The use of VPNs is prohibited, but not criminalized
Filterwatch

https://filter.watch/english/2024/04/02/network-monitor-feb-2024-targeted-vpn-protocol/
Targeted VPN Protocol Disruption Following New Legislation
Filterwatch

https://iranhr.net/en/articles/8812/
The “Law on Intensifying the Punishment for Espionage”: New Tool for Fast-Tracking Executions in Iran
Iran Human Rights

https://www.reuters.com/business/media-telecom/iranian-photojournalist-faces-15-years-prison-over-images-reporting-2026-08-12/
Iranian photojournalist faces 15 years in prison over images, reporting
Reuters

https://www.dw.com/de/der-iran-verbarrikadiert-sich-weiter/a-78444044
Der Iran verbarrikadiert sich weiter
Deutsche Welle

https://www.washingtonpost.com/world/2026/08/27/iran-weighs-harsh-penalties-contact-with-outside-media-foreign-influence-bill/
Iran weighs harsh penalties for contact with outside media in ‘foreign influence’ bill
The Washington Post

https://blog.cloudflare.com/q2-2026-internet-disruption-summary/
Natural disasters and government interference: examining Q2 2026’s major Internet disruption events
Cloudflare

https://www.ohchr.org/en/human-rights/universal-declaration/translations/english
Universal Declaration of Human Rights – Article 19
United Nations / OHCHR

https://www.ohchr.org/en/documents/general-comments-and-recommendations/general-comment-no34-article-19-freedoms-opinion-and
General Comment No. 34 – Article 19: Freedoms of opinion and expression
UN Human Rights Committee

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